Der oben gezeigte Burmester 808 stellt mit Sicherheit das Nonplusultra an Verstärkertechnologie zur Verfügung, ist aber leider für die meisten von uns unerschwinglich, da er schon in der Grundkonfiguration den Wert eines Mittelklassewagens deutscher Herkunft hat. Ich möchte auf dieser Seite auch weniger die Träume eines HiFiverückten schildern sondern eher bodenständiges, bezahlbares High End vorstellen, für welches ich mich nach Jahren der Suche und des Ausprobierens entschieden habe. Da ich seit 1995 nur in der Konfiguration CD-Player, Vorverstärker, Aktivboxen höre, habe ich einige Vorverstärker und auch CD-Player ausprobiert. Dazu gehörten Vorverstärker aus dem Hause Accuphase, Tessendorf und Trigon, sowie CD-Player von Accuphase, Sony, T&A und Trigon. Zur Zeit bin ich sehr zufrieden, mit den Geräten aus dem Hause Trigon, einer kleinen Manufaktur in Kassel.
Die Vorstufe Dialog
Nach langjähriger Entwicklung und ausgiebigen Tests haben die klugen Köpfe von Trigon endlich das auf die Beine oder auch Gerätefüße gestellt, was man eine bezahlbare Optimallösung nennt. Da ich meine Musik aus nur einer Quelle genieße, war es für mich in der Vergangenheit immer ein Kompromiß, entweder einen CD mit integrierter Vorstufe zu nutzen oder aber eine Variante aus gutem Vorverstärker und gutem CD Player zu betreiben. Letzteres war Mittel der Wahl, bedeutete aber, das ich immer beim Erwerb eines Vorverstärkers auch dessen ungenutzet Features wie Tape Schleife, Tuner Eingang usw. miterwerben und auch bezahlen musste. Nun aber mit dem Dialog, kann ich mich dank seines modularen Aufbaus auf eine Eingangsstufe und eine Ausgangsstufe beschränken. Was erwartet mich also beim Auspacken und Aufstellen dieses Gerätes.................
Im folgenden möchte ich nun auf die Eigenschaften der Vorstufe eingehen. (Zum Vergrößern jeweils auf das Bild klicken........)
Technische Daten:
| Eingänge: | je nach verwendetem Eingang, mind. ein Eingang, mind. ein Ausgang |
| Eingangswiderstand: | in der Regel 47kOhm |
| Eingangsempfindlichkeit: | abhängig vom verwendeten Modul |
| Klirrfaktor: | < 0,03% |
| Frequenzgang: | in der Regel 0,5hz - 250khz -3db |
| Rauschspannung: | von unsymetrisch: 10microVolt (A-bewertet) bis symetrisch 22microVolt (unbewertet) |
| Fremdspannungsabstand: | -103db bezogen auf 1 Watt an 4Ohm |
| Geräuschspannungsabstand: | -106db bezogen auf 1 Watt an 4 Ohm |
| Gewicht: | 10,5 kg |
| Maße: | 440 x 89 x 350mm (B x H x T) |
Haptik des Vorverstärkers Dialog
Ausstattung des Dialog
Fazit
Nimmt man all die oben erläuterten Eigenschaften zusammen und füttert man den Dialog mit exclusivem Material über den Recall aus dem gleichen Hause, so stellt sich eine gewisse Zufriedenheit über den Erwerb des Gerätes ein. Zeigte der TRV schon seine Stärken bei der Abbildung der einzelnen Musiker im Raum, so perfektioniert dies der Dialog noch. Mit geschlossenen Augen wähnt man sich unmittelbar auf einem plüschigen Ohrensessel sitzend vor dem Orchester. Da sich erst im Laufe der Zeit die neuen Klangeindrücke ergeben, werde ich beim nächsten Update meiner Seite etwas detaillierter auf die klanglichen Vorzüge des Dialog eingehen.
Höreindrücke................
Ich werde mich hier nach etlichen Hörsitzungen darauf beschränken, meine subjektive Wahrnehmung zu schildern die beim konzentrierten Hören einiger hervorragenden Aufnahmen entstsanden sind. Einen direkten Vergleich zu anderen Ketten kann und will ich hier nicht ziehen, da ja nicht nur die Wiedergabekette, sondern auch die akustischen Verhältnisse im jeweiligen Raum ihren Ausschlag zum Hörerlebnis geben. Ebenso verzichte ich auf Umschreibungen die meist in Hörtest diverser Onlineportale und selbsternannter HiFi Fachzeitschriften Anwendung finden. Mit Begriffen wie seidig, vollmundig, begreifbar usw. kann eh der geneigte Hörer oder zumindest ich nichts anfangen. In zwei Punkten bin ich mir vorab aber sicher. In einem akkustisch optimierten Hörraum wird die von mir gewählte Kette noch besser aufspielen können als in meinem Wohnzimmer. Zuallererst ist zu sagen, das korellierend mit der Qualität der Kette auch die Qualität des verwendeten Musikmaterials steigen sollte, da natürlich alle Stärken aber auch alle Schwächen einer Aufnahme gnadenlos abgebildet werden. So habe ich mich schweren Herzens von einigen älteren CD´s getrennt, da die mangelhafte Qualität der Aufnahme einfach nicht zu kompensieren ist. Gut, ich will hier kurz auf einige der von mir für meine Anlage gekürten Referenzen eingehn, die auf Grund ihrer hervorragenden Aufnahmequalität dazu geeignet sind, insbesondere die Stärken und Schwächen des neuen Dialog zu zeigen. Ich habe die Rezension mal in für mich wichtige Parts aufgeteilt..........
Als erstes die Stimme........
Hier zeigt sich die Qualität des neuen Dialog und die Vorzüge genüber dem TRV 100 im Detail. Ein echtes Erlebnis ist die fantastische Aufnahme auf der Burmester CD2. Gleich das 1. Stück, The moon is a harsh mistress, von Radka Toneff intoniert, läßt einem bei der emotionalen Interpretation die Schauer über den Rücken laufen. Ich war überrascht, das hier mit dem Dialog die "Melancholie" noch besser rüber kommt als mit dem TRV 100 der die Stiimme etwas zu wenig präsent neben dem Klavier erscheinen lässt.
Eine meiner letzten Entdeckung was untypische Stimmen angeht ist K. D. Lang. Auf Ihrer CD "recollection" nuß ich immer und immer wieder Ihr Stück Hallelujah hören. Klang es über den TRV 100 schon toll aber leider auch etwas elektronisch, so läßt mich der Dialog hören, mit welcher Hingabe Sie sich hier der Darbietung des schönen Stückes widmet. Ich meine Ihren Schmerz durchhören zu können, so ehrlich gibt sie alles zum besten. "Gänsehautgarantie".
Es gibt hier sicherlich noch hunderte von neuen Facetten die ich erwähnen könnte. Aber der kleine Ausschnitt zeigt ja schon, in welche Richtung sich die Mehrinvestition für den Dialog bewegt.
.......................alles in allem schafft es der Dialog, jede Klangfarbe die ein Künstler in seine Interpretation eines Stückes legt, abzubilden. Musik in all ihrer Emotionalität, hat für mich ein neues Gesicht.
Orchestrale Musik...........
Zugegeben, ich bin nicht der Kenner was die klassische Musik angeht. Trotzdem habe ich sehr viel Spaß daran und bin auch der Meinung das sich hier auf jeden Fall zeigt, welche Qualität eine Wiedergabekette hat. Ich denke, Klassik so nah wie möglich am Orginal abzubilden, ist die größte Hürde die ein Highend Gerät nehmen muß um zur Premium Riege zu gehören. Okay, ich verlaß mich hier auf meinen Tonträgerbestand und das was ich bisher damit empfunden habe, da es mir in den wenigsten Fällen zusteht, einen Vergleich zum Orginal ziehen zu dürfen. Ich nehme hier immer wieder gerne zwei CD´s aus dem Schrank die, wie ich meine, hervorragend aufgenommen sind. Zum ersten wäre da die nun fast 22 Jahre alte Einspielung der Berliner Philharmoniker unter Leitung von Lorin Maazel. Der "Ring ohne Worte" begeistert mich immer wieder aufs neue mit seiner Dynamik, seinen tempiwechseln und seiner breiten Abbildung. Machte der TRV 100 hier schon ein tolles Erlebnis daraus, so verblüfft mich das Spiel des Dialog. Ich saß wirklich mit offenem Mund da und staunte darüber, wie sich "Klassik" anhören kann. Größte Detailtreue, so meine ich zumindest, ist hier das stärkste Attribut. Nur ein Beispiel.......... Ich habe nie vorher so die Vibration der Blechbläser gehört. Einfach phänomenal.
Zum anderen dann eine CD die in keinem Schrank fehlen darf. Ich habe hier erst die normale Aufnahme besessen, bevor ich dann für einen guten Preis die GolD CD von Zounds erstand, die etwas besser klang. Ich zögerte vor gut einem Jahr ziemlich lange bevor ich mir dann bei DaCapo die nochmals überarbeitet K2HD Version der Aufnahme zulegte. Ein echter Gewinn. Die Cantate Domino ist ein Klassiker und ich lege diese CD jedem ans Herz, der Chöre mag. Die ursprünglich 1976 in einer alten Kirche aufgenommene Musik ist fantastisch in der Klangvielfalt. Egal ob einzelne Stimme oder einsetzender Chor. So stelle ich mir Kirchenmusik vor. Die bis in tiefste Oktavwn hinabreichenden Orgeltöne stellen höchste Ansprüche an die Wiedergabequalität und der Dialog meistert dies alles mit Bravour. Besonders empfehlen kann ich Stück 11.
Zu guter Letzt.............
...............wird hier sicherlich erwartet, das ich noch etwas zu Jazz, Pop, Rock, Elektro, House usw. schreibe. Es würde ausufern. Letztlich zeigt sich in allen Genres, das sich der Dialog klar gegenüber dem TRV behauptet. Und seien wir ehrlich, es wäre ja traurig wenn nicht, ist er doch deutlich teurer. Insgesamt gesehen zeigen sich Dynamik, Detailtreue, Präzission und Feinzeichnung durchaus in dem Bereich den ich mir vor Erwerb des Gerätes auch so vorgestellt habe. Eines bleibt nicht aus, hatte ich auch bereits weiter oben erwähnt...... Der Dialog ist ehrlich und verlangt nach exzellenter Kost. Und wenn man ihm diese nicht zur Verfügung stellt, so stellt er kurzerhand sein eigenes Licht unte den Scheffel (oder wie sagt man?). Für mich ist der Dialog trotz seines hohen Preises ein klarer Kauf und ich kann ihn nur jedem wärmstens ans Herz legen, der nach einer Highendigen aber bezahlbaren Vorstufe Ausschau hält. Wenn Sie Fragen zu dem Gerät oder meiner Kette haben, kontaktieren Sie mich bitte per Telefon oder über das Kontaktformular.
Trigon TRV 100
Der Trigon TRV 100 hat mir 2 Jahre viel Spaß am Hören bereitet, bevor er von der Vorstufe Dialog abgelöst wurde die ich ja bereits oben näher beschrieben habe. Wie bin ich damlas auf den TRV 100 gekommen? Nach eingehenden Hörtest verschiedenster Vorstufen habe ich mich auf Grund des hervorragenden Preis/Leistungsverhältnisses für den Trigon TRV 100 Vorverstärker entschieden. Für mich stellt sich immer die Frage, wieviel Eingänge und Ausgänge ich mehr habe als ich benötige. Unter den Herstellern scheint es einen heißen Kampf zu geben, was die Anzahl angeht. Da ich aber nur einen Ausgang und einen Eingang benötige, ist hier die Entscheidungsfindung immer schwierig. Der Trigon hat zwar auch etliche Anschlüsse, die ich nie benutzen werde, er gefiel mir aber von allen Kandidaten am besten. Nicht allein der Tatsache wegen, das er sich deutlich unter der Preisklasse eines vergleichbaren Accuphase befindet. Zudem scheint im Hause Trigon auch die Entwicklung dahin abzuzielen, das die Geräte untereinander kombiniert einen sehr guten Klangeindruck liefern, was die einschlägie Presse auch bestätigt.
Ausstattung:
8 Hochpegeleingänge, davon 2 symmetrisch und 6 unsymmetrisch
2 Record-Ausgänge, Recordfunktion separat einstellbar
1 unsymmetrischer Effektweg
1 schaltbarer symmetrischer Ausgang
1 schaltbarer unsymmetrischer Ausgang
1 Kopfphörerausgang
digitale Lautstärke- und Balance-Einstellung
individuelle Anpassung der Eingangsempfindlichkeit für jeden Eingang
voll fernbedienbar per mitgelieferter IR-Fernbedienung























