Am 27.04.2005 hatten tausende von Zuschauern in Toulouse und Millionen Interessierte vor den Bildschirmen, das Vergnügen, das bis dato größte Verkehrsflugzeug der Welt zu erleben, wie es sich in den Himmel über Frankreich erhob. Ich habe mir damals fest vorgenommen, mit diesem Riesen zu fliegen, bevor er in Massen und für jede Airline um den Globus fliegt. Im Mai 2009 war es dann soweit. Die Flugzeiten und der günstige Tarif ließen mich bei Qantas buchen, die einen Ihrer 380 auf der Strecke von London Heathrow nach Sydney über Singapore einsetzt. So hielt ich also mein Ticket für den Flug QF32 12:15Uhr ab LHR in der Hand als ich englischen Boden betrat. Die Dame am Transfer Counter konnte mir zwar keinen der begehrten Notausgangsplätze mehr anbieten. Aber Sie blockte mir gleich eine ganze Reihe am Fenster, der Flug sei ja schließlich nicht ausgebucht. Ich hatte bei mäßigem Wetter noch die Zeit, mir ein gutes Plätzchen zum Fotografieren zu suchen bevor es losging. Der A380 von Qantas hat im unteren Kabinensegment im Vorderteil die First plaziert. Hinter den vierzehn Sitzen der First gliedern sich dann die 332 Sitze der Eco. Im oberen Kabinensegment befinden sich die 72 Sitze der Businessclass und die 32 Sitze der Premium eco.
Und hier gibt es den Sitzplan des A380 als *.pdf zum anschauen. (Bitte anklicken) [808 KB]
Harte Fakten zum A380
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Länge: 72,57 meter |
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Kabinenbreite main deck: 6,54 meter |
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Maximum Betankung: 310.400 Liter |
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Flügelspannweite: 79,80 meter |
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Kabinenbreite upper deck: 5,80 meter |
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Maximum Beladung: 64.500 kg |
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Fläche Tragflächen: 845 m² |
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Maximum Startgewicht: 560 metr. Tonnen |
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Maximum Reichweite: 14.800 km |
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Am Flughafen.........
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Im Terminal 4 angekommen, hatte ich noch gute 3 Stunden Zeit, das Treiben auf dem Vorfeld zu beobachten. Im Terminal gibt es eine Sitzgruppe, die einem einen fantastischen Blick auch auf startende und landende Flugzeuge gewährt. Hier zwei Aufnahmen, eine 747 von Qantas die über Hongkong nach Melbourne fliegt und der SIA A380 am Gate, der auch in Richtung Singapore abheben sollte. Klick aufs Bild zum Vergrößern. |
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Der A380...........
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Am Gate A6 dann stand er, der Flieger der mich in knapp über 12 Stunden die 10894km nach Singapore bringen würde. Hatte ich Ihn schonmal aus der Ferne in Paris stehen sehen, so war der Eindruck, jetzt aus der Nähe umso umwerfender. Wie man sieht sind drei Finger angedockt um das Ein- und Aussteigen so komfortabel wie möglich zu gestalten. Für den Qantas A380 wird ein Finger vorne unten angedockt für die First Class. Ein weterer Finger in der Mitte unten für die Economy. Und die oben sitzenden Business und Premium Eco Passagiere haben auch einen separaten Einstieg. Für das Vergrößern des Bildes bitte auf das Bild klicken. |
Gigantische Ausmaße........
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........haben die jeweils 4 Triebwerke die den A380 auf eine Reisegeschwindigkeit von annähernd 1000km/h bringen. Die Triebwerke die den A380 der Qantas antreiben kommen von Rolls Royce. Jedes der Triebwerke ist in der Lage eine Leistung von 47000PS zu entwickeln. Es hat einen Innendurchmesser von 2,94 metern und saugt in der Sekunde bis zu 1,2 Tonnen Luft an. Das entspräche in Bodennähe einem Volumen von ca. 1 Million Litern. Das Trent 900 von Rolls Royce gehört zu den größten und schwersten (6,5 Tonnen) jemals gebauten Triebwerken. Für die Vergrößerung des Bildes bitte auf das Bild klicken. |
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Das Boarding begann und ich war überrascht wie geräumig sich die gesamte Kabine zeigte. Ich nahm meinen Platz ein und gegen 12:15Uhr kam der Pushback, die Triebwerke wurden angelassen und wir rollten gemächlich zur Startbahn während die Flugbegleiterinnen ihnrem Job nachkamen und die Sicherheiteinrichtungen präsentierten. Da ich im Flieger selbst saß, war es mir natürlich nicht vergönnt, von außen zu sehen, wie sich der Riese in den Himmel über London erhob. Hierfür zeige ich ein Foto von einem hervorragenden Spotters, welches Tage vorher aufgenommen wurde. Thanks for this incredible shot Lance. Es kam ein kurzes "cabin crew, prepare for take off", die Triebwerke wurden hochgefahren und wir rollten an. Trotz der enormen Energie, die jetzt entwickelt werden mußte, war im Innenraum des A380 kaum etwas davon zu vernehmen. Langsam, wirklich sehr langsam, kamen wir in Fahrt und gewannen dann doch genügend Geschwindigkeit um abzuheben. Braucht der A340 schon lange, so wird er da von seinem großen Bruder noch übertroffen. Naja, 550 Tonnen wollen ja auch erst mal in Schwung gebracht werden.
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Airborne
In the air...........
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Ich machte es mir also in meiner 3er Reihe bequem, man konnte die Armlehnen nach oben klappen. Positiv fiel mir, wie auch vorab schon beschrieben, der gedämpfte Triebwerks- und Luftströmungslärm auf, der wesentlich erträglicher als in allen andern Flugzeugen dieser Größenordnung ist. Mit zunehmender Flugzeit wurde dann auch klar, das auch das in der Kabine herrschende Klima deutlich angenehmer als in anderen Flugzeugtypen ist. Die Luft scheint nicht so trocken zu sein. Klick aufs Bild zum Vergrößern. |
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Insgesamt handelt es sich natürlich auch hier in dieser Eco um ein Produkt für dir Masse. Ich muß aber zugeben, das der Komfort der neu gestylten Sitze sehr hoch ist. Mit dem Zurückklappen der Rückenlehne, schiebt sich die Sitzfläche leicht nach vorne, was sehr ergonomisch zu seien scheint. Jedenfalls kann man recht gut schlafen. Leider wird, wie immer, die Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt, wenn der Vordermann für sich entdeckt, das man die Lehne nach hinten klappen kann. Alles in allem ist die Qantas Eco mit einem Sitzabstand von 31" doch recht bequem.
Time goes by.........
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Wie vertreibt man sich die Zeit auf einem solch langen Flug? Natürlich mit Schlafen, Rumwandern und der Erkundung des IFE. Dies ist hier sehr gelungen. Der Bildschirm im Vordersitz ist ausreichend groß und Kontratsreich. Es werden unzählige Filme on demand angeboten. Zusätzlich natürlich auch TV, Radio und CD´s. Ebenso kann man die Flugroute am Bildschirm verfolgen. Ein netter Gimick ist die Heckflossenkamera. Bitte jeweils auf das Bild klicken zum Vergrößern. |
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Für das leibliche Wohl.........
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......ist natürlich auch gesorgt. neben einem nicht mal schlecht schmeckenden Abendessen, welches kurz nach dem Erreichen der Reiseflughöhe gereicht wurde, kann man sich ständig an einer der 4 gut gefüllten Bars versorgen, die in der Eco Kabine verteilt sind. Hier gibt es leckere Knabbereien, Säfte, Bier und Wasser. Natürlich kommen die Flugbegleiterinnen auch an den Platz, wenn gefragt. Bitte jeweils auf das Bild klicken zum Vergrößern. |
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Good morning asia..........
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Glück..........
......muß man haben. Im Laufe des Fluges, ich war noch nicht sonderlich müde und wanderte etwas herum, kam ich mit einer äußerst charmanten Flugbegleiterin ins Gespräch. Im Laufe des Gespräches zeigte Sie sich sehr beeindruckt, das ich die Kosten und die Zeit investierte, "nur" um mal mit dem A380 zu fliegen. So kam es dazu, das Sie mir anbot, nach der Landung in Singapore einen Rundgang durch den Rest der Maschine zu machen. Ich nahm natürlich dankend an. Ich schlief nun, dank der geringen Geräuschentwicklung, 5 Stunden am Stück und wachte erst wieder zur Frühstücksausgabe auf, welche kurz vor der Landung in Singapore stattfand. Kate, so war Ihr Name, bat mich nun sitzen zu bleiben, bis alle Passagiere den Flieger verlassen hatten. Die anschließende Führung war nur kurz aber sehr informativ. Unten die Fotos aus der Premium eco, der Business und der First.
First, Business und Premium eco........
Das beste zum Schluß........:-)
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Nach einem also sehr angenehmen Flug und einem Rundgang durch den Superjumbo erwartete mich nun eine Woche Aufenthalt in Singapore. Nein, Stop, Kate rief mich nochmal zurück, ich dachte ich hätte was liegen gelassen aber weit gefehlt........ Dan, der Pilot auf unserem Flug hatte von meiner Obsession erfahren und ließ fragen, ob ich mich auch für das Cockpit interessiere. Das konnte ich nicht verneinen. Wie ein kleiner Junge lauschte ich seinen Ausführungen über den A380, über modern Avionik usw. usw. Kann man sich was besseres vorstellen? Ich glaube kaum. Nach knapp 15 Minuten bat er mich die Maschine zu verlassen , da nun die Betankung für den Weiterflug nach Sydney erfolgen sollte und währenddessen kein Zivilist an Bord seien durfte. Also, alles in allem eine aufregende und lohnenswerte Unternehmung die ich so schnell nicht vergessen werde. Ich hoffe mein Erfahrungsbericht hat gefallen. Bei Fragen und Anmerkungen, bitte das Gästebuch oder Kontaktformular nutzen. |
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